YO!JAZZ vertritt Hamburg bei der 12. Bundesbegegnung "Jugend jazzt mit dem ŠKODA Jazzpreis" für Jazzorchester

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+++++PRESSEMITTEILUNG DES DEUTSCHEN MUSIKRATS+++++

Zum ersten Mal wird Stuttgart für vier Tage zur Pilgerstätte für über 400 junge Jazzmusiker aus ganz Deutschland. Denn vom 29. Mai bis zum 1. Juni findet in der Hauptstadt Baden-Württembergs die 12. Bundesbegegnung „Jugend jazzt mit dem ŠKODA Jazzpreis“ für Jazzorchester statt. Zu den talentierten Nachwuchsjazzern zählt auch „YO JAZZ“, die sich unter der Leitung von Edgar Herzog mit ihrem Sieg bei der vorangegangenen Landesbegegnung „Jugend jazzt“ in Hamburg für die Bundesbegegnung qualifiziert hat. Im Theaterhaus Stuttgart trifft die 27-köpfige Band auf die 13 Gewinner der anderen Landeswettbewerbe „Jugend jazzt“. Dort wird es sowohl das Eröffnungskonzert (29. Mai), die Wertungsspiele (30. bis 31. Mai) als auch das Preisträgerkonzert (1. Juni) geben. Den Teilnehmern stehen ereignisreiche Tage bevor, gefüllt mit Workshops, Seminaren, Konzerten und Preisen.

Für Edgar Herzog ist Jazz weder out noch verstaubt, sondern stets modern und dynamisch. Seit zwei Jahren leitet der Musiker das junge Orchester und feilt gemeinsam mit seinen jazzbegeisterten Schülern an deren musikalischer Begabung. Aber auch Talente müssen proben. Zu solch wichtigen Wettbewerben wie der Bundesbegegnung sogar noch
intensiver, getreu dem Motto: Ohne Fleiß kein Preis. Und die Preise, die in Stuttgart winken, sind äußerst attraktiv: Workshops, Solistenpreise sowie Konzertauftritte mit Jazzgrößen können sich die jungen Musiker erspielen. „Jazz ist eine Musik, die nicht die Massen anspricht, und doch immer wieder neue Impulse für Pop und auch Klassik gibt. Für die menschliche und musikalische Entwicklung junger Menschen kann Jazz sehr förderlich sein“, erklärt Edgar Herzog. 2013 gründeten Herzog und Co-Leader Paul Muntean mit weiteren Jazzbegeisterten einen gemeinnützigen Verein zur Förderung von Jugendlichen in Jazz und Popularmusik: den Bigbandport Hamburg e.V. In zwei Alters- und Leistungsgruppen spielen hier Jugendliche in zwei Big Bands. Die jüngere Band des Vereins, die „JAZZY BUSKERS“, war 2013 bereits in Argentinien auf Tournee. Sie lieferte bei „Jugend jazzt“ in Hamburg, eine überzeugende swingende Leistung in ihrer Altersgruppe: Sie belegten den ersten Platz bei den bis 18-Jährigen. „YO JAZZ“ unterdessen ist besonders stolz darauf, Preisträger 2014 der Bert-Kaempfert-Stiftung zu sein.

Bei ihrem Auftritt vor der fachkundigen Jury wird sich „YO JAZZ“ mit Stücken aus den Bereichen Swing, Soul, Funk, Rock und Salsa und Ei-genkompositionen präsentieren. Ein Sieg auf dieser bundesweiten Bühne für den Jazz wäre natürlich das I-Tüpfelchen, bedeutet aber für Edgar Herzog und seine Big Band nicht alles. Als Musiker interessiert man sich auch sehr für das Können und die Leistungen der anderen Teilnehmer, den musikalischen Austausch und natürlich für das Feed-back der Fachjury zum eigenen Spiel. „Die Band erhofft sich musikali-sches Wachstum, viele neue musikalische Eindrücke, das Kennen ler-nen neuer Stücke, neue Kontakte zu knüpfen und als Gruppe noch wei-ter zusammenzuwachsen“, so Herzog.

Bei ihrer ersten Teilnahme bei der Bundesbegegnung sitzen so promi-nente Jazzer wie Karl Farrent, Trompeter der SWR Big Band, in der Jury. Vier Grammy-Nominierungen bestärken die Aussage, dass die SWR Big Band seit Jahrzehnten zu den besten Jazzorchestern der Welt zählt. Die 17 Musiker fungieren als Pate der viertägigen Jazz-Veranstaltung, einzelne von ihnen stehen den Qualifikanten aus den einzelnen Bundesländern auch als Workshop-Dozenten zur Verfügung. Professionelle Künstler werden somit auf vielversprechende Nach-wuchskünstler im Alter von zwölf bis 24 Jahren treffen und ihnen hilf-reich zur Seite stehen. „Stuttgart als Treffpunkt für dieses inspirieren-de Aufeinandertreffen ist da genau richtig“, sagt Dominik Seidler, Pro-jektleiter des Deutschen Musikrates. „Die Hauptstadt Baden-Württembergs lebt Jazz. Sie ist die Heimat der SWR Big Band, beher-bergt Spielstätten wie die Clubs ‚BIX‘ und ‚KISTE‘ und ermöglicht jazz-begeisterten Menschen, ihrer Leidenschaft an der Hochschule für Mu-sik nachzugehen.“

Jazz bedeutet Bewegung, Kreativität, Innovation und Aufgeschlossen-heit gegenüber Neuem. Die Künstler lassen sich bei ihren Kompositio-nen von der Gesellschaft inspirieren – und beeinflussen mit ihren Werken wiederum diese. Es ist ein Geben und Nehmen, das gefördert werden muss – so die Meinung des Deutschen Musikrates, dem Träger der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“, und seinen Partnern. „ŠKODA und Jazz haben viel gemeinsam“, erklärt Rainer Strang, Sprecher von ŠKODA AUTO Deutschland. Die Tschechische Republik ist nicht nur Heimat der Automarke, sondern auch ein europäisches Hochkultur-land, das den Jazz beeinflusst hat. Neben diesen gemeinsamen Wurzeln leben sowohl Jazz als auch ŠKODA von der Neugierde, dem Mut und den Innovationen junger Talente. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir bei der Bundesbegegnung Nachwuchstalente bei der Realisierung ihrer Visionen unterstützen können“, so Strang.

2002 wurde der ŠKODA Jazzpreis zum ersten Mal vergeben. Seit 2010 ist er fester Bestandsteil der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“. ŠKODA gibt vielversprechenden Nachwuchsmusikern damit die Chance, mit etablierten Jazzgrößen in Kontakt zu kommen. 2014 erhalten die ŠKODA Jazzpreis-Gewinner einen Workshop und ein Konzert mit der Jazzpianistin Julia Hülsmann. Die ausgebildete Klavierpädagogin stu-dierte an der Berliner Hochschule der Künste Jazz-Piano. Bei ihren CD-Projekten arbeitete die Bonnerin mit der norwegischen Sängerin Re-bekka Bakken, der italienischen Musikerin Anna Lauvergnac und dem Jazzsänger Roger Cicero. Ihre Kompositionen entstehen häufig auf der Basis literarischer Werke, insbesondere von Lyrik. 2014 wird die Jazzpianistin als „Improviser in Residence“ der Musikszene Moers Im-pulse geben und in ihrer Funktion Konzerte organisieren.

Die Bundesbegegnung „Jugend jazzt mit dem ŠKODA Jazzpreis“ wurde 1997 vom Deutschen Musikrat neben dem Bundesjugendorchester als zweites bundesweites Projekt im Bereich der Jazznachwuchsförderung etabliert. Seitdem trifft sich jährlich der Jazznachwuchs bei der Bun-desbegegnung. In den geraden Jahren treten im Wettbewerb die Jazzorchester gegeneinander an, in den ungeraden Jahren spielen die Combos um den Sieg. Die Konkurrenten für „YO JAZZ“ sind in diesem „Jazzorchester“-Jahr: Die Big Band des Helmholtz Gymnasiums Karls-ruhe aus Baden Württemberg, die Big Band des Pestalozzi Gymnasi-ums München aus Bayern, „JayJayBeCe“ aus Berlin, das „k.JAZZorchestra“ aus Brandenburg, die „IKS Swing Kids“ aus Hessen, die Big Band am Goethe Gymnasium Schwerin („BAGGS“) aus Meck-lenburg-Vorpommern, die Big Band des Gymnasiums Berenbostel aus Niedersachsen, das „Curuba Jazzorchester“ aus Nordrhein-Westfalen, „The Yellow Tone Orchestra“ aus Rheinland-Pfalz, die Plauener Kin-derbigband aus Sachsen, die Big Band Aschersleben aus Sachsen-Anhalt, die „Big Frashband“ aus Schleswig-Holstein und die „Freebirds Big Band“ aus Thüringen.

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