Der Preis für deutschen Jazzjournalismus geht an Ralf Dombrowski

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Aus der Pressemitteilung:

Ralf Dombrowski – vielseitig, begabt

„Dieser Preis beweist dem Einzelkämpfer am Heimcomputer“, so der Preisträger, „dass seine Arbeit nicht nur wahrgenommen wird, sondern im besten Fall auch etwas zur Diskussion beiträgt, Menschen für die Musik begeistert oder zum Nachdenken anregt. Und er zeigt der Öffentlichkeit, dass die Jazzszene vom Künstler bis zum Multiplikator so agil, passioniert und professionell ist, wie nur irgend möglich. Das ist großartig und ein wichtiges Signal für die Kulturwelt.“

Jury, Preisträger und Stifter des Preises für deutschen Jazzjournalismus: Dieter Ilg, Hans Hielscher, Heike Grunewald, Ralf Dombrowski, Hans-Jürgen Linke (v.l.n.r.)

Die mit der Auswahl betraute Jury bewundert an Ralf Dombrowskis Arbeit ein seit vielen Jahren kontinuierlich hohes Niveau. Es basiere auf einem breit gefächerten Fachwissen und er verfüge über ein weites stilistisches und formales Spektrum. Ralf Dombrowski ist sowohl im Bereich der Printmedien (u. a. Süddeutsche Zeitung, Neue Musikzeitung, Jazzzeitung), im Rundfunk (Bayerischer Rundfunk), als Buchautor und als Online-Journalist tätig. Er sei in erstaunlichem Maße in der Lage, mit seinen Texten den jeweiligen Medien und ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden, so die Jury. Seine stilistische Palette reicht vom engagiert und gut nachvollziehbar formulierten Konzertbericht bis hin zu ausführlichen, diffizilen Texten, porträtierenden Interviews und Essays mit klarer, spannender Gedankenführung.
„Der schönste Text allerdings, den ich in der letzten Zeit von ihm gelesen habe, war gar nicht nur von ihm. Es war ein ausführliches, ein geduldiges, enorm gebildetes und geistesgegenwärtig geführtes Interview mit dem Pianisten Michael Wollny. Ich kenne nicht viele Leute, die in der Lage gewesen wären, so ein Interview zu führen und in eine druckfähige Form zu bringen.“ lobte Jury-Mitglied und Vorjahrespreisträger Hans-Jürgen Linke in seiner Laudatio. Neben seiner im engeren Sinne journalistischen Arbeit ist Ralf Dombrowski als Veranstalter für das European Jazztival, Schloss Elmau tätig. Darüber hinaus hat Ralf Dombrowski die viel gelobte Jazz-Edition der Süddeutschen Zeitung als Herausgeber und Autor betreut.

Gestiftet wird der mit 5.000 € dotierte Preis erneut von der Dr. E. A. Langner-Stiftung aus Hamburg. Der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Heike Grunewald betrachtet die Vergabe als eine Investition in die Zukunft: „Mit Ralf Dombrowski wird in diesem Jahr ein Musikjournalist ausgezeichnet, dem es mit seinen journalistischen Werken stets gelingt, den Leser zu fesseln und für den Jazz zu begeistern. Ob Kommentar oder Konzertbericht, Ralf Dombrowski vermittelt Authentizität, er lässt lebendige Bilder im Kopf des Lesers entstehen.“
Die diesjährige Jury bestand aus dem Vorjahrespreisträger Hans-Jürgen Linke, dem Musiker Dieter Ilg und Spiegel-Redakteur Hans Hielscher. Der Preis für deutschen Jazzjournalismus ist Teil der German Jazz Expo.

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