Jazz auf der Höhe der Zeit! - Fazit zum 4. ÜBERJAZZ Festival

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ÜberjazzMehr als 2.500 Besucher zählte die vierte Ausgabe des ÜBERJAZZ Festivals auf Kampnagel am vergangenen Wochenende. Insgesamt 28 nationale und internationale Acts waren auf 4 Bühnen in unterschiedlichen Kampnagelhallen zu erleben und wieder einmal erwies sich das Gelände als idealer Festivalspielort. Die Besucher wandelten von Halle zu Halle und wurden von der Vielfalt der Rhythmen mitgerissen. Das Foyer brodelte, man redete über Jazz!

Das Konzept des Festivals, die Spielarten von dem, was Jazz ist und waColin Stetsons Jazz sein kann auszuloten, ging auch in diesem Jahr auf. Ganz im Sinne des ÜBER im Festival-Titel zeigten wir eine Vielzahl von Künstlern und Kollaborationen mit Jazz-Bezug, die ein breites Spektrum an musikalischen Heimaten, Stilen und Experimentierfreude boten. Statt großer Namen gab es „reichlich musikalische Entdeckungen...“, wie auch das Hamburger Abendblatt in seiner Kritik am Dienstag attestierte (nachzulesen HIER!).
 
Der NDR versorgt uns in seinem Nachbericht auch mit Bildergalerien vom ersten und zweiten Abend (Aus dieser stammen unsere Bilder hier von Sandra Hempel und Colin Stetson).
 
Das Besondere von ÜBERJAZZ ist nicht allein das Programm sondern auch das Konstrukt. Das Festival ist eine Gemeinschaftsproduktion der Konzertdirektion Karsten Jahnke, Kampnagel, dem Jazzbüro Hamburg und dem NDR. Jeder Partner bringt seine Kompetenz ein.
 
Sandra HempelDas Jazzbüro Hamburg steht programmatisch für die Hamburger Bands und das Projekt der Bundesjazzwerkstatt, die in diesem Jahr ebenfalls in die vierte Runde ging. Die Bundesjazzwerkstatt ist ein Netzwerk von bundesdeutschen Festivals, die jeweils einen Musiker ins Rennen schicken. Nach kurzer Probenphase wird ein Programm erarbeitet, das durch die beteiligten Festivals der Republik tourt. Die diesjährige Besetzung mit Verena Marisa (München), Matthäus Winnitzki (Hamburg), Michael Gudenkauf (Hannover) und Manuel Loos (Dortmund) erwies sich als wahrer Glücksgriff. Das Quartett experimentierte mit Sounds und entwickelte einen druckvollen Bandsound, der an der Tatsache zweifeln lies, dass die Musiker sich eben erst zusammengefunden hatten.
 
Der NDR versorgt uns in seinem Nachbericht auch mit Bildergalerien vom ersten und zweiten Abend (Aus dieser stammen unsere Bilder hier von Sandra Hempel und Colin Stetson).

Das Jazzbüro Hamburg nahm den Geschäftsführerwechsel zum Anlass, am Samstag zu einem Empfang einzuladen. Für den neuen Geschäftsführer, Andreas Rautenberg war das Festival ein idealer Einstieg in die Szene: „Ich habe mich sehr über den warmherzigen Empfang der aktiven der Szene gefreut und darauf, gemeinsam die Begeisterung für den Jazz in Hamburg weiter zu verbreiten. Vor allem freue ich mich jetzt auf „Lautsprecher“ am 6. November, der im Ballsaal des Thalia in der Gaussstraße eine neue Heimat gefunden hat.“

 

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