Die Rückkehr ins Land der Vögel

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files/jazzbuero/Nachrichten/Nachrichten_Bilder/Birdland1.jpgDa sind wir wieder... So konnte man das Gefühl am Abend der wieder Eröffnung des Birdlands am besten beschreiben.
Wir kehrten zurück, wir kehrten heim. Und alles war genau so, wie wir es verlassen hatten. Da ist es wieder, das Birldland mit seinen vertäfelten Wänden, den kunstvollen Gemälden und den alten Blasinstrumenten, die zu Dekorationszwecken von der Decke hängen. 
Alle sind da. Lauter bekannte Gesichter auf der Bühne, so vertraut, da man sie alle schon so oft auf dieser Bühne gesehen hat. Aber um so länger man sich in dem Hamburger Jazzclub umschaut, um so mehr merkt man, wie sehr man ihn im letzten Jahr vermisst hat. Es ist schön wieder hier zu sein!
Aber bitte schaut selbst: https://www.youtube.com/watch?v=NRg0ofkjH6s
Die Schließung des Birdlands Ende Juli 2013 hat einer ganzen Menge neuer Knospen in der Hamburger Jazzlandschaft zur Blüte verholfen: Es entstanden viele neue Konzertreihen; die Donnerstags Jam Session wurde in den Club Keteke verlegt, die Jazz Federation zog in den Music Club Live, fand letztendlich die Cascadas Bar als neue Spielstätte und die gesamte Hamburger Jazzszene diskutierte ein Jahr lang über den Wert oder die Notwendigkeit eines Jazzclubs. 
So gesehen hat die "kreative Pause" des Birdlands auch sein Gutes gehabt, denn nun wird es mehr zu schätzen gewusst als vorher. Hier ein Beitrag des NDR´s über die Wiedereröffnung, hier das Konzertprogramm des Birdlands.

Es mag zwar bei der Jam Session so aussehen, als hätte sich nichts verändert, aber der Schein trügt: Ralph und Wolff Reichert, die beiden Söhne des langjährigen Betreibers haben nun das Birdland übernommen und bekommen Unterstützung von Julius Horn und Julian Jasper von der Bar „freundlich + kompetent“. Diese beiden Musikliebhaber, Gastronome und Veranstalter betreiben nicht nur die Gastronomie des Birdlands, sondern sie werden auch eigene Konzerte im Birdland veranstalten. Somit wird man auf der Bühne des Birdlands in Zukunft nicht ausschließlich Jazz zu hören bekommen, sondern auch das ein oder andere, was die an den Wänden hängenden, gemalten Jazzgrößen vielleicht ein bisschen überrascht. Ein frischer Wind weht durch das Birdland und wird viel Musik mitbringen, die man an diesem Ort noch nicht gehört hat. Davon kann der Jazz nur profitieren, denn wer improvisieren will braucht Input, Inspiration und muss flexibel sein. Und das hat die Hamburger Jazzszene im letzten Jahr gezeigt: Flexibel ist sie!
Man darf also gespannt sein, wie sich unser schönes, gemütliches Birdland unverändert aber doch in einem neuem Gewand präsentiert.
Wir gratulieren dem neuen Betreiber-Team und wünschen viel Erfolg.

 

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